Gemeinsam mit dem Verband der deutschen Filmkritik zeichnen die MFG Filmförderung Baden-Württemberg (MFG), die Film- und Medienstiftung NRW und die Hessen Film & Medien den Autor Lukas Stern mit dem Siegfried Kracauer Preis 2026 für die Beste Filmkritik aus. Der Preis für die Beste innovative Form der Filmkritik geht an Max Osenstätter, Klaus Uhrig, Judith Goetsch und Johannes Munzinger.
Lukas Stern ist der Gewinner des mit 5.000 Euro dotierten Siegfried Kracauer Preis 2026 in der Kategorie Beste Filmkritik mit seiner Rezension zum Film „Vier minus Drei“ von Adrian Goiginger (Österreich 2026). Der Text erschien auf Critic.de am 13.04.2026. Den ebenfalls mit 5.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie Beste innovative Form der Filmkritik erhält das Team Max Osenstätter, Klaus Uhrig, Judith Goetsch und Johannes Munzinger für den sechsteiligen SWR-Kultur-Podcast „Werner Herzog – zu groß für Deutschland“. Die feierliche Verleihung fand am Dienstag, dem 3. November 2026, im Rahmen des Kinoprogrammpreis NRW in Köln statt.

Eine dreiköpfige, unabhängige Fachjury, zusammengesetzt aus Vertreter*innen der Sparten Festival, Kino und Kritik, entschied in einer gemeinsamen Sitzung über die Preisvergabe. Sie bestand 2026 aus der Kinoleiterin Ulrike Schüler (Bambi Kino Gütersloh), dem Festivalleiter Gregor Maria Schubert (Lichter Filmfest Frankfurt International) sowie der Kritikerin Rahel Jung, Gewinnerin des Siegfried Kracauer Preis für die Beste Filmkritik 2025. Insgesamt wurden mehr als 80 Filmkritiken für den Siegfried Kracauer Preis 2026 eingereicht. Die Jury entschied auf Basis von anonymisierten Versionen der eingereichten Texte.
„Das erste Wort, der erste Satz: Wie finde ich den passenden Einstieg, wie den Schluss? Welches Gegengewicht setze ich dem Schmerz entgegen, einer schier unerträglichen, sinnlosen Trostlosigkeit, um ein Publikum zu gewinnen, ohne es zu verlieren?“, beschreibt die Jury zur Auszeichnung von Lukas Sterns Text die Herausforderung und lobt: „Sprachwitz und Scharfsinn waren schon immer gute Ratgeber.“
In der Kategorie Beste innovative Form der Filmkritik zeichnet die Jury Max Osenstätter, Klaus Uhrig, Judith Goetsch und Johannes Munzinger aus für den sechsteiligen SWR-Kultur-Podcast „Werner Herzog – zu groß für Deutschland“. Die „hochwertig produzierte“ Arbeit „zeugt nicht nur von einer tiefen Auseinandersetzung mit seinem Gegenstand, sondern findet dafür außerdem eine durchweg spannende und abwechslungsreiche Erzählweise.“
Die Preise wurden von Filmemacher Tom Tykwer übergeben, der in seiner Rede über die Filmkritik sagte, „dass es immer wieder Stimmen gibt, die einen daran erinnern, was das für eine Kunst ist.“ Die feierliche Veranstaltung fand in der Kölner Wolkenburg im Rahmen des Kinoprogrammpreis NRW statt.
Die nach dem herausragenden Autor und Filmtheoretiker Siegfried Kracauer benannte Auszeichnung wird jährlich vergeben. Die Auslobung des Siegfried Kracauer Preises ist eine gemeinsame Initiative der MFG Filmförderung Baden-Württemberg (MFG), der Film- und Medienstiftung NRW und der Hessen Film & Medien in Zusammenarbeit mit dem Verband der deutschen Filmkritik (VdFk), um die deutsche Kinolandschaft zu stärken. Sie sieht in der Filmkritik einen wichtigen Faktor für den langfristigen Bestand und die Weiterentwicklung einer vielfältigen Kinokultur.
Unter www.siegfried-kracauer-preis.de stehen weitere Informationen und die Bewerbungsmodalitäten bereit.
Kontakt:
Verband der deutschen Filmkritik (VdFk)
Matthias Dell / Ana Stanić
Tel.: 0177 276 76 37
kracauer@vdfk.de
MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG)
Susanne von Kessel
Tel.: 0711 / 90715-407
kessel@mfg.de
Film- und Medienstiftung NRW
Erna Kiefer
Tel.: 0221-260 30-514
erna.kiefer@filmstiftung.de
Hessen Film & Medien
Patrick Schaaf / Stefan Adrian
Tel.: 069-15 32 404 – 40 /-45
schaaf@hessenfilm.de / adrian@hessenfilm.de
