AUSSCHREIBUNG SIEGFRIED KRACAUER PREIS 2017 € FESTIVAL DES DEUTSCHEN FILMS LUDWIGSHAFEN AM RHEIN NEUER PARTNER

Der Verband der deutschen Filmkritik (VdFK), die MFG Filmförderung Baden-Württemberg und die Film- und Medienstiftung NRW schreiben erstmals den insgesamt mit 15.000 Euro dotierten Preis für Filmkritik zusammen mit dem Festival des deutschen Films in Ludwigshafen am Rhein aus, das als zusätzlicher Preispartner gewonnen werden konnte.

 

Die nach dem herausragenden Filmtheoretiker Siegfried Kracauer benannte Auszeichnung wird im Rahmen der Preisverleihung des Festivals am 16. September 2017 in Ludwigshafen verliehen.

Ab sofort können sich Autorinnen und Autoren um zwei Auszeichnungen bewerben: den mit 3.000 Euro dotierten Preis für die Beste Filmkritik und um ein einjähriges Stipendium. Dieses Stipendium ist mit 12.000 Euro dotiert und eröffnet der Stipendiatin oder dem Stipendiaten die Möglichkeit, sich in dieser Zeit umfassenden Recherchen für eine Essay-Reihe zum Thema „Zukunft des Kinos“ zu widmen. Das Stipendium wird eine mehrteilige Essayreihe sowie das regelmäßige Schreiben eines Blogs ermöglichen.

Medienpartner für die Publikation der im Rahmen des Stipendiums verfassten Texte ist wieder das renommierte Filmmagazin „FILMDIENST“, das die Essayreihe im neuen Webauftritt www.filmdienst.de veröffentlichen wird. Zusätzlich ist ein eigener Blog eingerichtet.

Bewerbungsschluss ist der 14. Juli 2017 (Eingang beim VdFK). Eine unabhängige Jury, die gemeinsam von den Preispartnern berufen wird, bewertet die eingereichten Bewerbungen für die Kategorie Beste Filmkritik des Jahres 2017, die sie in anonymisierter Form vorgelegt bekommt.

Mit der Verleihung des Siegfried Kracauer Preises verbinden die Preisstifter die Stärkung der Rolle der Kritik in der deutschen Film-, Kino- und Medienlandschaft als einen wichtigen Faktor, um Positionen zu den zukünftigen Herausforderungen bei der Rezeption von Film zu finden. Denn die mediale Präsenz und journalistische Rezension von Filmen schafft jene Öffentlichkeit, die Voraussetzung dafür ist, die Filmtheater als Ort der Unterhaltung und der Kultur zu bewahren und die audiovisuellen Medien nicht nur sich selbst und der Ökonomie zu überlassen. Zudem liefert die Filmkritik Orientierung wie auch Interpretationsansätze und unterstützt die Einordnung in den gesellschaftlichen Rahmen.

Unter der Internetseite http://www.siegfried-kracauer-preis.de stehen weitere Informationen zur Verfügung.

Ansprechpartner VdFK:
VdFK e.V.
Dunja Bialas
0179 28 40 279
kracaur@vdfk.de

Ansprechpartner Film- und Medienstiftung NRW
Tanja Güß
Tel.: 0211-93050-24
presse@filmstiftung.de

MFG Filmförderung Baden-Württemberg
Uwe Rosentreter
+49 (0)711 90715-407
rosentreter@mfg.de

Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein
Felix Neunzerling
office@zoommedienfabrik.de

VERANSTALTUNG: DAZU DEN SATAN ZWINGEN (FILM UND DEBATTE)

Datum: Di, 6. Juni 2017,
Uhrzeit: 19 Uhr,
Ort: Akademie der Künste (Black Box) am Pariser Platz

Ein Film wie ein Flugblatt, ein Abend in diesem Geiste!
"Offensiv Experimentell", eine studentische Initiative der HFBK Hamburg, setzt sich kritisch und filmisch mit den Produktionsbedingungen der Film- und Fernsehlandschaft in Deutschland auseinander.
Kommende Woche präsentiert "Offensiv Experimentell" den Kollektiv- und Protestfilm „Dazu den Satan zwingen“ - ein operatives Portrait des Ex-Staatsanwaltes, Filmkritikers und Schauspielers Dietrich Kuhlbrodt.

Im Anschluss: Podiumsgespräch mit Dietrich Kuhlbrodt, Elena Friedrich, Robert Bramkamp, Frédéric Jaeger und Georg Seeßlen.

Die Veranstaltung findet statt in der Reihe "Mitglieder präsentieren". Zwei Preisträgerinnen für den Preis der deutschen Filmkritik 2016 sind an dem Event beteiligt: Die Ehrenpreisträgerin Helke Misselwitz wird die Einführung halten, die Gewinnerin in der Kategorie Kurzfilm, Sarah Drath, übernimmt eine Rolle im Film.

Unterstützt wird die Veranstaltung von der Woche der Kritik Berlin, der HFBK Hamburg und der HAW Hamburg.

Näheres zum Programm finden Sie hier:
Akademie der Künste, Berlin - Programm
Facebook Event: Dazu den Satan zwingen


Eintrittspreis normal: 4 bzw. 6 €


PressevertreterInnen können sich für Freikarten (es gibt ein Kontigent von 20 Karten bisher) direkt an die Presseabteilung der Akademie der Künste wenden: presse@adk.de

 

 

EMAF-MEDIENKUNSTPREIS DER DEUTSCHEN FILMKRITIK (VDFK) FüR DAS GESTELL VON PHILIP WIDMANN

Die Jury bestehend aus Ekkehard Knörer (Filmkritiker und Publizist, Berlin), Conny E. Voester (freie Kuratorin und Projektmanagerin, Berlin/Basel) und Insa Wiese (Leiterin der Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg) hat auf dem European Media Art Festival den Film "Das Gestell" von Philip Widmann mit dem Medienpreis der Deutschen Filmkritik ausgezeichnet.

Die Jury begründete ihre Entscheidung wie folgt:

Ein deutscher Filmemacher geht nach Kyoto und trifft dort auf eine Gruppe japanischer Philosophen, die sich an der Übersetzung von Heideggers Technikphilosophie versuchen. Der Filmemacher beginnt sich selbst mit Heidegger zu befassen. 16mm-Aufnahmen, die er von Wasser und Wald, Stadt und Menschen macht, nehmen Kontakt auf mit Heideggers Biografie und seiner Philosophie. In geschriebener Form, als Untertitel, kommen Notizen zu Geschichte, aber auch die Gedanken der Philosophen ins Bild: der eine Moment, in dem die Philosophen hörbar nach der richtigen Übersetzung für Heideggers Sprache suchen, fällt umso stärker heraus. Wir geben den Preis an Philip Widmans Film "Das Gestell", der eine Begegnung zwischen Wörtern, Welten, zwischen Bildern und Klängen auf kluge, komplexe und indirekte Weise ins Bild setzt.

Vor der Verleihung des mit 1.000 Euro dotierten Preises verlas Conny E. Voester eine Erklärung der Jury. Sie erinnerte an das Schicksal ihrer Kolleginnen und Kollegen, die nicht nur in ihrer Arbeit behindert sondern inhaftiert oder sogar mit dem Tod bedroht werden, wie derzeit etwa in der Türkei. „Wir fordern weiterhin mit Nachdruck die Freilassung von Deniz Yücel sowie aller inhaftierter Journalisten“, sagte Voester unter Applaus bei der Preisverleihung des 30. European Media Art Festivals in Osnabrück.