verband der deutschen filmkritik e.V.
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Preise 2009 Dossier

Der Preis der deutschen Filmkritik wird in folgenden 11 Kategorien an deutsche Filme vergeben, die im vorangehenden Kalenderjahr in den Kinos zu sehen waren:

Bester Spielfilm
Bestes Spielfilmdebüt
Beste Darstellerin
Bester Darsteller
Bester Dokumentarfilm
Bestes Drehbuch
Beste Kamera
Beste Musik
Bester Schnitt
Bester Kurzfilm
Bester Experimentalfilm

Über die neun erstgenannten Preise entscheiden mehr als 300 Mitglieder des Verbandes in zwei Wertungsdurchgängen aus allen im jeweiligen Kalenderjahr erstaufgeführten deutschen Filmen. Die vier Preisträger erhalten Plaketten.

In den übrigen beiden Kategorien wird der Preis von einer aus Verbandsmitgliedern zusammengesetzten Fachjury ermittelt und in Form einer Urkunde verliehen.

Der Preis der deutschen Filmkritik ist der einzige deutsche Filmpreis, der ausschließlich von Kritikern vergeben wird. Er richtet sich nicht nach wirtschaftlichen, länderspezifischen oder politischen Kriterien, sondern ausschließlich nach künstlerischen, und hat ein großes Renommée.

Der Preis der deutschen Filmkritik hat eine wechselvolle Geschichte und ging in der Regel an herausragende Filme und Regisseure des Jahres. Er wird seit 1968 vergeben, anfangs nur in den Bereichen Spiel-, Kurz und Dokumentarfilm. Er ist undotiert.  Er wird nicht nach wirtschaftlichen, bundesländerspezifischen, publikums- oder technik-betonten Kriterien vergeben, sondern ausschließlich nach unabhängigen künstlerischen Kriterien – von professionellen und erfahrenen Filmjournalisten, die das deutsche Filmschaffen sehr gut kennen und einordnen können.

Um der wachsenden Qualität des deutschen Filmschaffens gerecht zu werden und ihm eine größere Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen, hat der Verband erstmals für das Kinojahr 2000 beschlossen, den zuvor in vier Kategorien (Spielfilm, Kurzfilm, Dokumentarfilm, Experimentalfilm) vergebenen undotierten Preis auf Darsteller auszuweiten, ab 2001 auch auf die Kategorien Spielfilmdebüt, Drehbuch, Kamera, Musik und Schnitt.

Der Verband der deutschen Filmkritik (VDFK)

Der VDFK ist ein Interessenverband von überwiegend Filmjournalisten, aber auch Filmwissenschaftlern und Filmhistorikern, die in Presse, Funk und/oder Fernsehen tätig sind.

Unter dem Namen „Arbeitsgemeinschaft der Filmjournalisten e.V.“ am 15. Februar 1954 in Düsseldorf gegründet, vertritt der Verband seit mehr als 50 Jahren die Interessen deutschen Filmkritiker und Filmjournalisten. Der heutige Verbandssitz ist in Frankfurt/Main. Darüber hinaus informiert der VdFk seine Mitglieder in Rundmails über filmpolitische Diskussionen, Festivaltermine, Neuveröffentlichungen und filmpublizistisch relevante Entwicklungen und richtet der in losen Abständen Symposien und Seminare aus.

Der Verband der deutschen Filmkritik, ist mit seinen mehr als 300 Mitgliedern die größte nationale Sektion innerhalb der internationalen Filmkritiker-Vereinigung Fipresci. (Fédération internationale de la Presse Cinématographique). In Zusammenarbeit mit der Fipresci entsendet der VdFk Journalisten in Jurys internationaler Filmfestivals.

Die Mitglieder des VdFk entscheiden jährlich über den „Preis der deutschen Filmkritik“, den der VdFk in den Sparten Regie, Debütfilm, Darsteller, Darstellerin, Buch, Bildgestaltung, Kamera und Musik sowie Kurz-, Dokumentar- und Experimentalfilm vergibt.

VdFk - Kontakt
vorstand@vdfk.de

Dr. Andrea Dittgen
Geschäftsführerin/Vorstand
Schillerplatz 16, 66111 Saarbrücken
Tel./Fax 0681-31506,
mobil: 170-8125437

Hanns-Georg Rodek
Sprecher/Vorstand
Calandrellistraße 46a, 12247 Berlin,
Tel. 030-2591-72934


Preis der deutschen Filmkritik 2009

Bester Film
Das weiße Band
von Michael Haneke

nominiert waren:
Das weiße Band (Regie: Michael Haneke)
Die Perlmutterfarbe (Regie: Marcus H. Rosenmüller)
Helen (Regie: Sandra Nettelbeck)
John Rabe (Regie: Florian Gallenberger)
Lila, Lila (Regie: Alain Gsponer)
Sturm (Regie: Hans-Christian Schmid)
Whisky mit Wodka (Regie: Andreas Dresen)

Bestes Spielfilmdebüt
Salami Aleikum
von Ali Samadi Ahadi

nominiert waren:
Der rote Punkt (Regie: Marie Miyayama)
Evet, ich will! (Regie: Sinan Akkus)
Hangtime – Kein leichtes Spiel (Regie: Wolfgang Groos)
Salami Aleikum (Regie: Ali Samadi Ahadi)
Teenage Angst (Regie: Thomas Stuber)
Weltstadt (Regie: Christian Klandt)

Beste Darstellerin
Birgit Minichmayr
(Alle Anderen)

nominiert waren:
Iris Berben (Es kommt der Tag)
Corinna Harfouch (This Is Love)
Birgit Minichmayr (Alle Anderen)
Mina Tander (Maria, ihm schmeckt's nicht!)
Nadja Uhl (So glücklich war ich noch nie)

Bester Darsteller
Burghart Klaußner
(Das weiße Band)

nominiert waren:
Lars Eidinger (Alle Anderen)
Walter Giller (Dinosaurier)
Burghart Klaußner (Das weiße Band)
Devid Striesow (So glücklich war ich noch nie)
Ulrich Tukur (John Rabe)

Drehbuch
Michael Haneke
Das weiße Band (Regie: Michael Haneke)

nominiert waren:
Das weiße Band (Michael Haneke)
Helen (Sandra Nettelbeck)
Sturm (Bernd Lange, Hans-Christian Schmid)

Kamera
Christian Berger
Das weiße Band (Regie: Michael Haneke)

nominiert waren:
Das weiße Band (Christian Berger)
Die Perlmutterfarbe (Thorsten Breuer)
Sturm (Bogumil Godfrejow)
Soul Kitchen (Rainer Klausmann)
Tannöd (Stéphane Kuthy)

Musik
Fabian Römer
Die Tür
(Regie: Anno Saul)

nominiert waren:
Die Päpstin (Marcel Barsotti)
Die Tür (Fabian Römer)
Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen (Chris Heyne)
Wickie und die starken Männer (Ralf Wengenmayr)
Wüstenblume (Martin Todsharow)

Schnitt
Hansjörg Weißbrichl
Sturm (Regie: Hans-Christian Schmid)
nominiert waren:
Alle Anderen (Heike Parplies)
Es kommt der Tag (Jens Klüber, Sven Kulik)
Salami Aleikum (Dirk Grau)
Soul Kitchen (Andrew Bird)
Sturm (Hansjörg Weißbrich)

Dokumentarfilm
Achterbahn
von Peter Dörfler
nominiert waren:
Achterbahn (Regie: Peter Dörfler)
Harlan – Im Schatten von Jud Süß (Regie: Felix Moeller)
Henners Traum (Regie: Klaus Stern)
Material (Regie: Thomas Heise)
Zum Vergleich (Regie: Harun Farocki)




Experimentalfilm
"Painting Paradise"
von Barbara Hlali

Begründung der Jury:

In ihrem Film gelingt es der Regisseurin, das Verfahren der Übermalung dokumentarischen Filmmaterials jenseits bloßer ästhetischer Effekte kritisch einzusetzen. Gegen Versuche, die Folgen des Irak-Kriegs in Bagdad zu verdecken, zeigt sie mit ihrem experimentellen Bild- und Tontechniken, wie unter der Oberfläche der Schönfärberei der Krieg immer wieder sichtbar wird.

Jury: Anne Paech, Ingo Petzke, Oliver Rahayal
Der Experimentalfilmpreis wurde vergeben beim European Media Arts Festival im April 2009 in Osnabrück.




Die Preise der deutschen Filmkritik

Darsteller/Darstellerin
2008 Karoline Herfurth, Elmar Wepper
2007 Maren Kroymann, Ulrich Noethen
2006 Sandra Hüller, Ulrich Mühe
2005 Julia Jentsch, Axel Prahl
2004 Julia Jentsch, August Diehl
2003 Marie Bäumer, Devid Striesow
2002 Martina Gedeck, Daniel Brühl
2001 Kathrin Saß, Jörg Schüttauf
2000 Hannelore Elsner, Vadim Glowna

Drehbuch
2008 Philipp Stölzl, Christoph Silber, Rupert Henning, Joh. Naber (Nordwand)
2007 Matthias Pracht, Holger Buresch (Das wahre Leben)
2006 Wolfgang Kohlhaase (Sommer vorm Balkon)
2005 Holger Franke, Dani Levy (Alles auf Zucker)
2004 Angela Schanelec (Marseille)
2003 Daniel Nocke (Sie haben Knut)
2002 Almut Getto (Fickende Fische)
2001 Achim Von Borris, Karin Astrom, Maria von Heland (England)

Kamera
2008 Kolja Brandt (Nordwand)