VdFK fordert Pressevorführung des Schweiger-Films
Die Entscheidung hat uns andererseits nicht überrascht. Seit dem Start von „Keinohrhasen" werden alle Filme des Regisseurs Til Schweiger der Presse nicht oder nur einem handverlesenen Kreis von Berichterstattern rechtzeitig gezeigt. Die Mehrheit der Kritiker wird hingegen ausgeschlossen, die kritische Auseinandersetzung mit dem Werk ist offenkundig nicht gewollt.
Der Verband protestiert gegen diese unfaire Benachteiligung von Journalisten und fordert den Warner Bros. Filmverleih auf, allen Journalisten die Möglichkeit zu geben, sich rechtzeitig über den Film zu informieren.
Der Verband fordert des weiteren Bernd Neumann, Staatsminister für Kultur und Medien, auf, derartigen Zensurbemühungen und der Behinderung der Arbeit der Presse innerhalb der anstehenden Novellierung des Filmförderungsgesetzes und durch eine Änderung der Richtlinien für die Vergabe von Mitteln des DFFF ein Ende zu setzen. Wer Steuergelder für die Produktion seines Filmes beansprucht oder Gelder aus einem Solidaritätsfonds der Filmbranche, der durch ein Bundesgesetz entsteht, sollte verpflichtet werden, seinen Film mindestens eine Woche vor Bundesstart in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, Leipzig München und Stuttgart allen interessierten Filmjournalisten zugänglich zu machen.
